Jewelry WIKI

Wir möchten unseren Käufern eine Hilfe bieten, sich in den fachlichen Begrifflichkeit der facettenreichen Schmuckwelt weiter zu bilden.  Man kann immer Neues dazu lernen, ob aus alten Epochen oder spezieller Verarbeitung von Materialien. Daher erstellen wir hier für Sie eine Liste der Begriffe, die wir für unsere Produktbeschreibungen nutzen. Wir bemühen uns um neutrale und wertfreie Erläuterungen und sind jederzeit für Verbesserungsvorschläge zu haben.

Agraffe

Erst im 19. Jahrhundert etablierte sich der Begriff „Brosche“ für die Haltevorrichtung, die mit einer Anstecknadel befestigt wurde. Zuvor wurde eine Schmuckspange oder Anstecknadel (z. B. um Stoffe zusammen zu halten) Agraffe genannt. Der Begriff kommt aus dem Französischen und heißt übersetzt so viel wie Spange oder auch Haken, die an Kleidung oder bestimmten Accessoires angebracht wird.

Cabochon (Schliff)

Der Name leitet sich aus dem Französischen ab, übersetzt „Nagelkopf“. Im Schmucksegment wird er für die Schliffart von Edelsteinen genutzt und beschreibt eine ovale oder runde Schliffart, wobei die Oberseite des Steines nach außen gewölbt ist. Es gibt einseitige Schliffarten, da ist die Unterseite flach, bei doppelten Cabochonschliffen ist es eine Art bikonvexe Linse, beide Seiten sind nach Außen gewölbt. Diese Schliffart wird bei Schmucksteinen gewählt, deren Struktur eine besonders schöne Musterung oder Schattierung hat oder in denen ein Schimmer bei Lichteinfall besonders zur Geltung kommen soll. Man sieht diese Schliffart oft bei Bernstein, damit Einschlüsse wie kleinste Tierchen besonders zum Vorschein kommen.

Edwardian Epoche

Dieser Zeitabschnitt der britischen Kulturgeschickte beginnt im Jahr 1901, als Edward VII. den Thron bestieg, bis zum Beginn der 1. Weltkrieges 1914. Diese Epoche beschreibt in den Schmuckstücken sowohl den Versuch der Emanzipation als auch eine anmutige Schönheit, was sicherlich der wunderhübschen Frau von König Edward, Alexandra von Dänemark, zu verdanken ist. Sie war seinerzeit eine Ikone der Mode und die Bevölkerung, Männer wie Frauen,  waren von ihrem Erscheinungsbild fasziniert.

Gelbgold

Diese Goldlegierung besteht aus Feingold mit Kupfer und Silberanteilen. Das Verhältnis von Kupfer zu Silber beträgt 1 : 1. Diese Legierung erleichtert die Verarbeitung zu Schmuck und verleiht dem Gold seinen kostbaren goldgelben Glanz.  Je höher der Goldgehalt, desto teurer ist das Schmuckstück und desto intensiver leuchtet der Goldton. Der Feingehalt des Goldes kann variieren, was die Schmuckstücke mit weniger Goldgehalt preislich attraktiv macht. In Deutschland darf sich das Material nur dann „Gelbgold“ nennen, wenn der Goldgehalt mindestens 33% beträgt. Das ist dann 333er Gold (8K). Diese Legierung wird sehr gern für „Modeschmuck“ genutzt. Er ist oft Trend und weniger zeitlos, da macht es durchaus Sinn, ein weniger wertvolles Material zu nutzen, weil das Schmuckstück eventuell nur begrenzte Zeit tragbar ist. Bei klassisch zeitlosen Schmuckstücken wird gern eine 585er Goldlegierung genutzt. Das Material läßt sich gut verarbeiten und läuft nicht so leicht an. Die 750er Gelbgold Legierung ist das wertvollste häufig gebräuchliche Material. Schmuckstücke aus 18 K Gelbgold haben auch nach langer Zeit eine leuchtend intensive Farbe.

Georg Jensen

Einer der bekanntesten dänischen Designer für hochwertiges und ästhetisch zeitloses Kunsthandwerk. Er gründete 1904 seine Firma „Georg Jensen“ in Kopenhagen mit dem Ziel ein Design zu schaffen, was in Lifestyle Produkten Schönheit und Funktionalität verbindet. Er schuf Uhren, Schmuck, Accessoires, Wohndekoration wie Kerzenhalter, Schalen, Vasen und nützliche Haushaltshelfer wie Schuhanzieher, Tafelsilber und vieles mehr. Sein eigener Stil kombiniert fließende Formen mit üppig floralem Dekor oder prachtvolle Ornamente mit gradlinigem Design. Sein Unternehmen unterstützt und fördert  junge Talente. Seit 2009 hat er sich öffentlich zu seiner sozialen Unternehmensverantwortung bekannt. Sein Unternehmen trat dem United Nations Global Compact (CSR) bei, einem weltweiten Netzwerk von Unternehmern, die sich freiwillig an Lösungen der sozialen und ökologischen Problematik weltweit beteiligen

Halbkaräter

Man unterteilt 1 Diamant-Carat in 100 Punkte, das Wort „Halbkaräter“ bekommt so einen Sinn, vom Gewicht wiegt ein Halbkaräter 0,1 Gramm und wird auch als „50 Punkter“ bezeichnet. Ein Diamantcarat wiegt 0,2 Gramm. Die offizielle Bezeichnung lautet carat, bzw. ct. als Abkürzung.

Jugendstil

Die Epoche der Kunstgeschichte vom Ende des 1800 (1895)  bis Anfang-Mitte der 19Hunderter Jahre (bis ca. 1920). Diese Art des Kunsthandwerks stand  unter dem Einfluss vieler verschiedener Stile. (Symbolismus, Impressionismus und avangardistische Richtung). Jugendstil ist mehr als Gestaltung und Architektur und Literatur, es ist auch eine kulturelle Bewegung. Ein wesentliches Merkmal hinsichtlich der Formgebung sind die schwungvollen floralen Ornamente, die zu dieser Zeit genutzt wurden, um das Natürliche, die Lebendigkeit in die Großstädte zu transportieren. Ob in Gemälden oder Schmuck, es wurden Formen wie Ranken, Pflanzen, Blüten, Wellen und andere schwungvolle Symbole genutzt, die der gradlinigen Industrie Kontraste bieten sollten. Es gibt je nach Land zahlreiche Umschreibungen für diese Epoche: Art Nouveau oder auch Reformstil innerhalb Deutschlands. In England wurde von „Modern Style“ gesprochen. Italien gab dieser Zeit die Namen „Liberty“ oder auch „Floreale“. In Spanien hiess es „Modernisme“ und auch in Russland wurde dieser Zeitabschnitt als „Modern“ betitelt.

Karat (engl. Carat, Abkürzung ct)

Ist eine international festgesetzte Maßeinheit zur Gewichtsbestimmung von Edelsteinen. 1 Diamant-Karat entspricht dem metrischen Maß von 0,2 Gramm. In früherer Zeit wurde auf Waagen der Samen des Johannisbrotbaumes als Gewicht verwendet. Die getrockneten kleinen Samenkörner fielen sehr gleichmäßig aus und wurden deshalb als Gewichtsmaß verwendet. Für Laien verwirrenderweise wird auch die Reinheit von verarbeitetem Gold alternativ zur Angabe von 1/1000-Teilen (333‰, 58r‰) immer mal wieder in Karat angegeben. 24 Karat in Gold entsprechen einem Feingehalt von 99,99%. Wenn z. Bsp. ein Ring eine 585 Goldangabe hat, soll der gesamte Ring einen Gold-Gewichtsanteil von 585/1000 Teilen enthalten. Das entspricht rechnerisch dann  58,5% purem Goldanteil in dem Gesamtmaterial, aus dem der Ring gefertigt ist. Der prozentuale Anteil  beträgt  58,5 % oder 14 Karat. Den Karatanteil in Gold aus einer Promille-Angabe kann man sich per Dreisatz errechnen. Bei 750er Gold wird also gerechnet: 24 x 0,75 = 18. Die Gold-Karatangaben finden im Ausland Verwendung.

Karfunkel (im Edelsteinbereich)

Ist ein heutzutage veralteter Ausdruck für rote Edelsteine wie Granat, Rubin oder Spinell.

Kastenschloss

Ein kastenförmiges Verschlussteil, was sich aus einem eckigen Gehäuse und einer Feder mit Sicherungsacht zusammensetzt. Diese Verschlussform wurde bei Colliers und Armketten verwendet. Ein Kastenschloss ist üblicherweise komplett aus Edelmetall hergestellt, während z.B. ein Karabinerhaken immer eine kleine Stahlfeder enthält.

Lünette (Uhr)

Das Wort „Lünette“ stammt aus dem Französischen „lunette“, was übersetzt „kleiner Mond“ bedeutet. Diese Bezeichnung steht sinnbildlich für die Umrandung des Zifferblattes einer Uhr. Je nach Uhrentyp variieren die Umrandungen. Hat die Lünette eine Drehfunktion, bei Taucheruhren oft vorhanden, kann man mittels dieser Drehfunktion eine bestimmte Zeit markieren und schneller die vergangene Zeit berechnen.

Lüster

Bezeichnet den Glanz und die Fähigkeit der Perle Licht zu reflektieren. Lüster beschreibt die Brillanz der Perlenoberfläche. Je mehr eine Perle schimmern kann, desto mehr Licht und Farben kann sie reflektieren. Akoya Perlen sind ein Beispiel für einen starken Lüster, gewöhnliche Süsswasser Zuchtperlen sind in ihrer Oberflächenbeschaffenheit eher stumpf bis weiß, weniger kraftvoll strahlend.

Memoirering / Memoire Ring

Den Namen hat dieser Ring seiner Bedeutung zu Verdanken. Memoire Ring kommt aus dem Französischen, übersetzt heisst es Erinnerungs-Ring. Im Englischen sagt man Memory Ring. Das Besondere an diesen Ringen ist die Erweiterbarkeit der Ringschiene um zusätzliche Diamanten. Der Ring bietet die Möglichkeit ihn mit weiteren Steinen besetzen zu lassen. Es gibt Ringe, da zieht sich der Edelsteinbesatz um die komplette Ringschiene. Es gibt auch Ringe, die haben 3, 5, 7 oder eine x-beliebig flexible Anzahl an Edelsteinen. Das Schmuckstück kann je nach persönlichem Geschmack  gestaltet werden.

Man könnte sagen, ein Ring schreibt Geschichte. Bei jedem außergewöhnlichen Ereignis, was auch immer das für jeden bedeutet, kann ein Stein dazu gesetzt werden. Ob Geburtstag, Geburt oder Taufe der Kinder, Jubiläen, Hochzeitstag oder Verlobung. Nur der Träger weiß, welches Erlebnis sich in welchem Stein wieder spiegelt. Der Ring behütet  persönliche Erlebnisse.

Die Diamanten werden eng aneinander gesetzt, so dass eine fortlaufende Reihe entsteht. Egal wie viel Diamanten anfangs vorhanden sind, der Ring sieht perfekt aus, ob mit einem Diamant, mit 5 oder 7 oder komplettiert um die Ringschiene.

Die Diamanten, die neu hinzukommen, sind meist in der gleichen Schliffart, wie die Edelsteine, die anfangs auf dem Ring vorhanden waren. Am gebräuchlichsten sind Brillanten. Aber auch andere Schliffarten wie der Prinzessschliff werden gern verwendet. Zum Schluss ist eine Fläche entstanden, die sich aus der Anzahl der Diamanten ergibt. Der Ring sieht wie eine perfekte glitzernde Oberfläche aus. Im Grunde folgt eine Erinnerung der anderen und mit der Zeit setzt sich ein ganz wertvoller persönlicher Lebensweg fest. Dieser Weg ist nicht nur in Gedanken kostbar ist, sondern glänzt außerordentlich elegant an der Hand seiner Trägerin.

Niello – niellieren

Eine Technik der Goldschmiede, bei der ein schwarzblaues Material (Niello) auf dem Edelmetall geschmolzen wird. Abgeleitet aus dem lateinischen „nigellum“ für „schwärzlich, wurde diese Technik Niellieren genannt. Die schwarze Paste, die in Vertiefungen von meist silbernem Gerät oder Schmuck eingebrannt und dann poliert wird, besteht aus pulverförmigem Silber, Blei und anderen Stoffen. Sie wird in vorher angebrachten Gravuren eingerieben und dann erhitzt. Danach muss das gesamte Stück heruntergeschlieffen und wieder poliert werden. Die Besonderheit liegt darin, die kunstvollen Muster zunächst herzustellen. Es ist eine alte Handarbeitstechnik. Niello ist eine robuste Verzierungsart. Die bekanntere Technik nennt sich Emaillieren. Die Schauseiten der damaligen Schmuckstücke wurden gern in dieser Technik angefertigt. Insbesondere für Trauerschmuck eignet sich die Farbe Schwarz damals perfekt.

Pampel

Die Bezeichnung eine tropfen- oder birnenförmigen Steins oder Beins mit glatter Oberfläche. Eine Pampel hängt frei beweglich und ist das Endstück eines Schmuckstückes, z.B. Ohrrings.

Pavé Fassung

Hierbei handelt es sich um eine besondere Fassung für viele gleich geschliffene Edelsteine. Sehr beliebt sind Diamanten, da sie gleichmäßig geschliffen und später auf dem Schmuckstück so gefasst werden können, dass von dem Edelmetall, auf dem sie sitzen, fast nichts zu sehen ist. Es entsteht eine optische „Diamant-Fläche“.  Das Wort „Fläche“ trifft den Begriff „Pavé“ nicht ganz, die deutsche Übersetzung für den französischen Begriff würde „Pflasterstein“ heißen. Im übertragenden Sinn sind mehrere Diamanten ähnlich wie Pflastersteine „gelegt“ und ergeben so einen funkelnde Fläche aus Edelsteinen. Mit Hilfe von kleinen Meißeln wird das Edelmetall in der Größe der Edelsteine, die gefasst werden sollen, eingekerbt. Durch die Einkerbung entstehen an den Rändern Metallüberschüsse. Diese werden, nach dem der Stein in die Einkerbung gesetzt wird, über den Edelstein geschoben, so dass der Stein einen sicheren und festen Halt hat.

Piqué

Eine Reinheitsklassifizierung von Diamanten, die Einschlüsse von Fremdmaterial in einer Skala von 1 bis 3 unterteilt. Diamanten können „Fehler oder Beschädigungen“ haben, die sie im Wert mindern. Es gibt drei Gruppen von Einschlüssen: Federn, Wolken und Kristalle. Begutachtet man einen Diamanten ganz genau, kann man sich diese Skala zu Hilfe nehmen, um den Edelstein in seiner Reinheit einzuordnen. Federn sind feine Risse oder Frakturen, kleine Federn mindern den Diamanten natürlich weniger als große. Bei großen Federn kann ein Diamant sogar brechen. Wolken sind matte oder trübe Stellen in dem Diamanten, die man oft mit bloßem Auge nicht sehen kann, sondern erst bei vielfacher Vergrößerung. Wolken entstehen aus eine Anhäufung von vielen kleinen Kristallen. Kristalle sind winzige Mineralien, die in der Entstehungsphase eines Diamanten in den Edelstein eingeschlossen werden. Der Wert eines Diamanten ist um so höher, je weniger Einschlüsse von Fremdmaterial in dem Edelstein zu finden ist, je höher seine Brillanz, desto wertvoller (seltener) ist er.

Pique 1: winzige Einschlüsse, die knapp ohne Vergrößerung zu erkennen sind, aber die Brillanz des Diamanten nicht beeinflussen.
Pique 2: sind kleine Einschlüsse, die man mit bloßem Auge sehen kann, die die Brillanz des Diamanten beeinflussen
Pique 3: sind leicht erkennbare Einschlüsse ohne Vergrößerung, mit deutlicher Minderung der Brillanz, mit bloßem Auge sichtbar

Punzieren

Das Wort leitet sich von dem Werkzeug „Punzen“ oder „Punziereisen“ ab. Mit diesem Stempel aus Eisen wird in das Edelmetall Feingehaltsangaben und Herstellersymbole eingeprägt. Im Schmucksegment wird der Feingehalt an Gold oder Silber auf die Schmuckstücke gestempelt. Oft sind die Stempel an den Verschlüssen oder auf der Innenseite der Schmuckstücke zu finden. Schon im Mittelalter wurden Münzen punziert. Dort brachte man auf den Seiten der Münze das Siegel mit einem Hammer auf. Bei Münzen findet man diese Punzen heutzutage seltener, aber bei Gold- und Silberbarren sind immer die Angaben des Feingehalts auf den Barren punziert. Auch Hersteller und Materialangabe selbst werden je nach Hersteller gestempelt. So kann man z.B. anhand bestimmter Punzen Rückschlüsse über die Epoche der Münzen oder Schmuckstücke ziehen.

Rolex

Das Unternehmen „Rolex SA“ ist ein Schweizer Uhrenkonzern mit Hauptsitz in Genf. Sie bieten Armbanduhren des oberen Preissegments an (ab 4.400 Euro aufwärts). Gegründet wurde die Firma 1905 von Hans Wilsdorf, der vorher Taschenuhren bei Uhrmachermeistern in Auftrag gab, diese mit Ganggenauigkeitszeugnis zertifizieren ließ und nach England exportierte. Es war damals üblich, dass Uhren  nicht den Namen des Herstellers trugen, sondern den Namen des Verkäufers. Dafür musste ein einprägsamer, kurzer Name her. Die Wahl fiel auf den Namen „Rolex“. Er war kurz und knapp, konnte in allen europäischen Sprachen leicht ausgesprochen werden. Rolex war die allererste Firma, die das Zifferblatt ihrer Uhren als „Werbefläche“ für Marketing nutzte und den Herstellernamen platzierte. 1940 kam das Symbol (Logo) der Krone dazu. Das Unternehmen arbeitete an der Weiterentwicklung von neuen  Uhrwerktechnologien. Auf der Forbes Weltrangliste machte Rolex zweimal hintereinander den ersten Platz als angesehenste Marke weltweit.

Rotgold und Roségold

Bei dieser Goldvariante ist dem Gelbgold Kupfer und Silber beigemischt. Je höher der Kupferanteil im Gold ist, desto stärker ist die Rotfärbung. Eine weitere Beschaffenheit von Kupferbeimischung ist eine höhere Festigkeit des Stoffes. Auf der anderen Seite oxidiert Schmuck aus Rot- oder Roségold leichter. Der Schmuck sieht dann „angelaufen“ aus. Das wird in der Schmuckbranche durch weitere Beimischung von Silber oder Palladium verhindert. Roségold wird gern bei Trauringen verwendet, es hat einen sanften edlen Schimmer und durch Beimischung von Silber eine lange Beständigkeit. Für ein Roségold werden meist Kupfer und Silber in unterschiedlichen Gewichtsanteilen hinzugegeben, Rotgold enthält teilweise gar kein Silber.

Rosenschliff

Bei dieser Art des Diamantenschliffs sind die geschliffenen Facetten so angeordnet, das sie die Anmutung einer aufblühenden Rose wiederspiegeln. Der Schliff besteht aus 12 oder 24 dreieckigen Facetten, die zu einer Spitze zusammenlaufen. Man verwendete diesen Schliff seit Anfang des 16. Jahrhunderts. Bekannt wurde dieser Stil in Holland als „Antwerpender Rose“,  „Volle Holländische Rose“ und „Doppelte Holländische Rose“. Anfang des 20. Jahrhunderts kam diese Art des Diamantenschliffs aus der Mode, da es andere Schliffarten gab, die dem Schmuckstück mehr Brillanz verliehen. Beim Rosenschliff ist der Diamant von unten flach geschliffen.

Saatperlen

Die kleinsten aller Perlen bestehen zu 100% aus Perlmutt, maximaler Durchmesser dieser natürlichen Perlen ist ca. 3mm.

Schaumgold

Schaumgold wurde im 19. Jh. von allen Goldschmieden sehr verwendet, um kostbaren Goldschmuck mit wenig Material herzustellen. Bei der Methode wurde aus dünn ausgewalzten Goldblechen die Außenhülle des Schmuckstücks geformt. Das Innere war hohl und wurde zur Stabilisierung mit Kit gefüllt. Der Schmuck ist daher sehr leicht, was ihn angenehm tragbar machte.

Trilliant Schliff

Diese Variante des Edelsteinschliffs definiert zum Dreieck geformte, geschliffene Edelsteine. Man bezeichnet ihn auch als „Trillion Schliff“. Diese besondere Art Edelsteine zu schleifen hat seinen Ursprung in Amsterdam. Die Brüder Asscher haben diese Schliffform entwickelt und im Jahr 1962 ist er in New York von der Henry Meyer Diamond Company mit großem Erfolg vermarktet worden.

Viktorianisches Zeitalter

So wird der lange Zeitabschnitt von 1837 bis 1901 bezeichnet. In diesen Jahren regierte die Königin Victoria Großbritannien.  Die Wirtschaft blühte, durch die industrielle Revolution gab es riesige Fortschritte im Bergbau. Die Ausweitung des Eisenbahnnetzes machte sich wirtschaftlich ebenfalls positiv bemerkbar. Im Schmucksegment war durch den Tod von Prinz Albert die Farbe Schwarz als Zeichen der Trauer sehr gefragt. Es gab kostbar gearbeitete Schmuckstücke aus Jet. Ein Schmuckstein der aus zusammengepresstem Holz eines bestimmten Baumes unter sehr hohem Druck entsteht. Berühmt ist die Stadt Whitby dafür, dort gibt es an den Küsten viele Funde des damals gefragten Steins. Der Schmuck wurde im viktorianischen Zeitalter mit viel Aufwand und Liebe zum Detail erstellt. Es gab florale Elemente, aufwändige Schnitzereien und filigrane Gravuren. Fein gearbeitete, geschwungene Schmuckstücke, ob Broschen, Ohrringe, Ketten oder Armbänder, alles wurde in Kombination mit leuchtend warmen Goldton verarbeitet. Es gab natürlich nicht nur den Jet Stein, der Verwendung im Schmuck fand, sondern auch alle anderen Edelsteine.

Weißgold

Es gibt unterschiedliche Weißgold-Legierungen (Zusammensetzungen). Die Zusammensetzung ermöglicht dem Gold einen silbrig- weißen Glanz, dennoch zählt es aber im Edelmetallsegment zu Gold. Dem puren Gold mit seiner sattgelben Farbe wird Silber, Palladium oder Nickel beigemischt. Da dem Gold durch die Beimischung seine eigentliche „gelbgoldene“ Farbe entzogen wird, ergibt sich die weiße silbrige Farbe des Goldes. Es gibt unterschiedliche Legierungen, daher sieht Weißgold nicht einheitlich „silbrig“ aus, der Schimmer und Glanz variiert. Palladium und Nickel haben beide die Eigenschaft, das gelbe Gold zu entfärben. Silber hingegen entfärbt das Gold nur in ganz geringem Maße, weshalb eine Silber-Gold-Legierung sehr „verdünntes“ Gold enthalten müsste – und deshalb nicht hergestellt wird. Es wird nur als Zusatz zu Nickel oder Palladium verwendet. Weißgold-Legierungen werden erst seit recht kurzer Zeit, seit ca. 2 Jahrhunderten, hergestellt. Jahrtausendelang war es aufgrund der dazu notwendigen Metalle nicht bekannt. Weißgold ist trotzdem ein homogener Stoff, d.h. nicht nur die Oberfläche erscheint silbrig, sondern das komplette Material hat die Farbe der Oberfläche. Würde man einen Weißgoldring zersägen, wäre die Farbe im Inneren des Ringes die gleiche wie an der Oberfläche. Der Goldgehalt kann wie bei anderem Goldschmuck auch variieren, er entspricht aber wie gewohnt den angegebenen Gewichtsanteilen von 33,3% oder 58,5 oder 75,0%. Wertbestimmend ist daher oft der Goldanteil. Es bleibt gerne ein leichter Gelbstich bei einer Weißgoldlegierung erhalten, weshalb die Weißgold-Schmuckstücke insgesamt dann nach ihrer Herstellung rhodiniert werden, damit der typische, kalte Glanz entsteht.

Zuchtperlen

Sie haben im Gegensatz zu den natürlichen, echten Perlen einen Kern, der von Menschenhand implantiert wurde. Dieser Kern besteht aus winzig gedrechselten Perlmuttkügelchen aus Schalenmaterial von Süsswassermuscheln. Zusätzlich wird mit dem Kern Epithelgewebe implantiert, was die Perlsubstanz produziert. Die entstehende Perle besteht chemisch gesehen aus profanem Calciumcarbonat, also Kalk. Das Gewebe bildet um den eingesetzten Kern Schicht für Schicht durch Zellteilung eine Perlsubstanz. Sie sind in ihrer Größe, Farbe und Form variabel zu züchten und daher in der Schmuckherstellung sehr beliebt. Der Durchmesser der Perlen variiert von 2 bis sogar 10 mm. Süßwasserperlen sind mittlerweile so perfekt gezüchtet, dass nur Experten sie von echten Akoyaperlen unterscheiden können. Sie sind, wie die Akoyaperlen, makellos rund und haben einen metallischen Glanz (Lüster). Perlen können altern und verlieren dann den begehrten Lüster, ihren Glanz. Zuchtperlen werden meist in China in sogenannten „Perlenfarmen“ in Süßwasserseen hergestellt. Nach einem jahrzehntelangen Boom in der Perlenindustrie wurde die nötige Produktionserhöhung mit immer weiter herabgesetzten Perlmutterschichten auf den dann eingeführten Kunststoffkernen beantwortet. Dies führt dazu, dass Verbraucher heutzutage nur noch aus verlässlicher Quelle natürliche oder Zuchtperlen kaufen sollten, da die Qualitätsunterschiede enorm sein können. Dazu haben aber viele Kunden keine Lust und greifen dann zu den „Muschelkern“-Perlen, die nicht natürlich entstanden sind, sondern aus gepresstem Perlmutt bestehen. Diese künstlichen Perlen haben aber den Vorteil, sehr robust und dabei vergleichsweise günstig zu sein. Den Unterschied erkennt nur ein Fachmann bei genauer Prüfung. Deshalb ist die Produktion von Zuchtperlen inzwischen zurück gegangen und hat bei Weitem nicht mehr das frühere Preis- und Mengenniveau.